Kommentar zum Artikel „Grundschulen gehen die Schüler aus“ aus der HAZ vom 11.10.2015

Als eine der Schulen, der laut Artikel die Schüler "ausgehen", möchten wir einige Dinge richtigstellen, die in dem o.g. Artikel aus unserer Sicht in einem falschen Licht erscheinen:

Nach einer schulinternen Auswertung der Schülerzahlen der letzten Schuljahre zeigt sich, dass sich die Abgangszahlen konstant in einer ähnlichen Größenordnung bewegen. Der Rückgang der Schülerzahlen der Comeniusschule ist in erster Linie auf den im Zusammenhang mit der Neugründung der beiden neuen Grundschulen geänderten und um ca. 50 % verkleinerten Schulbezirk zurückzuführen. Der in dem Artikel dargelegten Schlussfolgerung, „[...] die neuen Grundschulen [...] haben in den vergangenen zwei Jahren viele der potenziellen Schüler aus dem Einzugsgebiet angezogen [...] vor allem wegen des Ganztagsangebotes“, müssen wir aus o.g. Gründen widersprechen.

So können Eltern, die im Einzugsbereich einer Verlässlichen Grundschule wohnen, ihr Kind an einer Ganztagsschule oder auch an Schulen in freier Trägerschaft anmelden. Wer jedoch im Bezirk einer Ganztagsgrundschule wohnt, kann die Comeniusschule als verlässliche Grundschule nicht einfach anwählen sondern muss einen Ausnahmeantrag stellen, der durch die jeweiligen Schulleitungen bzw. die Landesschulbehörde genehmigt werden muss.

Es ist daher völlig unklar, wie viele SchülerInnen aufgrund der jährlich veränderten Schulbezirksgrenzen auf Ganztagsgrundschulen gehen, die lieber auf die Comeniusschule gegangen wären, aber keinen Antrag auf Umschulung gestellt haben oder deren Anträge abgelehnt wurden.